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Dr. Zhao Qinghua trifft Präsidenten von economiesuisse
2019/06/17
 

Am 11.6.2019 traf sich Dr. Zhao Qinghua, Generalkonsul in Zürich und für Liechtenstein, mit dem Präsidenten von economiesuisse Heinz Karrer. Chefökonom und Mitglied der Geschäftsleitung Prof. Dr. Rudolf Minsch war ebenfalls anwesend.

Präsident Karrer wies mit Freude darauf hin, dass Bundespräsident Ueli Maurer erst vor kurzem China besucht und am zweiten Gipfel der Belt and Road Initiative (BRI) teilgenommen habe, bei dem beide Seiten ein Memorandum of Understanding bezüglich der BRI unterzeichneten und das von der Schweizer Wirtschaft auf allgemeine Zustimmung stiess. Rund um die Chancen und Möglichkeiten der BRI sollte in der Schweizer intensiver diskutiert und nachgedacht. Karrer lobte die Erfolge von Chinas Entwicklung und betonte, dass diese Erfolge belegten, dass jedes Land den eigenen Weg finden muss. Nach der Maddison-Forschung über historische BIP-Werte mache Chinas BIP bis Anfang des 19. Jahrhunderts schon immer ein viertel ode rein drittel der Welt. Die alte Zivilisation sei jetzt erwachen und von äusserster Wichtigkeit für die Weltwirtschaft. Die Schweiz als exportorientiertes Land unterstütze das globale System der Freihandelsabkommen und hoffe darauf, dass die Verhandlungen über den Handel zwischen China und den USA bald ein positives Ende nehmen.

Generalkonsul Dr. Zhao erklärte, dass sich die Beziehung zwischen China und der Schweiz in einem historischen Hoch befänden. China lade Schweizer Firmen dazu ein, die Chancen, die sich aus Chinas Öffnung ergeben, zu ergreifen und sich aktiv an der BRI zu beteiligen. Wegen Informationsasymmetrie oder verschiedener Ansichten hätte Chinas erstarktes Wachstum in der Bevölkerung einiger westlicher Länder unbegründete Besorgnisse ausgelöst. China setze sich aber vielmehr unablässig für eine friedliche Entwicklung ein und habe die Bildung von neuartigen internationalen Beziehungen sowie das Konzept der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit angeregt. Die Vorstellung, dass ein mächtiges Land Hegemon werden müsse, stimmt weder in der Gegenwart noch in der Zukunft und wird auch nicht Chinas Wahl sein. Dr. Zhao stellte zudem Chinas Position im Handelsstreit zwischen China und den USA dar.

Dieser sei einseitig von den USA begonnen worden und ein Handelskrieg habe keine Gewinner. China halte stets daran fest, den Streit durch Gespräche zu klären. Eine Zusammenarbeit basiere aber auf Prinzipien und für Verhandlungen gebe es eine Grenze, die nicht unterschritten werden dürfe. China werde in Bezug auf wichtige Grundprinzipien auf keinen Fall zurückweichen. Mit seiner Position wolle China nicht nur die eigenen, legitimen Interessen schützen, sondern auch das System der Freihandelsabkommen, die Ordnung der internationalen Bestimmungen, die Entwicklung der Weltwirtschaft und die gemeinsamen Vorteile aller Länder. Zur Zeit befinde sich Chinas Wirtschaft in guter Form und sei voller Zuversicht darauf, dass dies auch längerfristig so bleibe. Diese Zuversicht komme daher, dass China einen Weg der Entwicklung und ein System gewählt habe, welches dem eigenen Land entspreche. Mit dem Vorteil eines Marktes von 1.4 Mrd. Menschen, einer fünftausenjährigen, brillanten Kultur sowie den reichen Erträgen aus den 70 Jahren seit der Gründung der Volksrepublik und den 40 Jahren der Reform- und Öffnungspolitik in Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre, Produktion und Finanzen, komme diese Zuversicht auch vom Vertrauen und der Unterstützung des internationalen Freundeskreises all derjenigen, die China kennen und lieben.

Während des Treffens tauschten sich beide Seiten ferner über chinesisch-schweizerische Innovationssysteme, die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU und die am Treffen der G20-Minister besprochene «Digitalsteuer» aus.

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