Home > Aktuelles aus dem Generalkonsulat
Rede der Generalkonsulin GaoÝanping bei dem Empfang zum 68. Jahrestag der Volksrepublik China
2017/09/23
 

Rede der Generalkonsulin GaoÝanping bei dem Empfang zum 68. Jahrestag der Volksrepublik China

Sehr geehrte Frau Steiner, Regierungspräsidentin vom Kanton Graubünden,

sehr geehrter Herr Fässler, Regierungspräsident vom Kanton St. Gallen,

sehr geehrte Frau Egli-Zimmermann, Kantonsratspräsidentin Zürich,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des konsularischen Korps, liebe Landsleute,

verehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

guten Abend! Ich freue mich, mit so vielen Freunden den 68. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China zu feiern. In meinem Namen und im Namen des chinesischen Generalkonsulats in Zürich und für das Fürstentum Liechtenstein möchte ich Sie herzlich willkommen heissen.

Vor 68 Jahren wurde die VR China im Rauch der Gewehre und auf Kriegstrümmern geboren. Die Kommunistische Partei Chinas führt daher das ganze chinesische Volk aller Nationalitäten beim Aufbau der sozialistischen Modernisierung und auf dem Weg des Sozialismus mit chinesischer Prägung. Mit der Entwicklung Chinas ist ein Wunder vom Aufstehen zum Wohlstand und weiter zum Erstarken geschehen. In den vergangenen zehn Jahren wuchs die chinesische Wirtschaft um 239% und das Warenhandelvolumen um 73%. China ist inzwischen die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt. Das Lebensniveau der über 1,3 Milliarden chinesichen Bevölkerung ist mit grossem Sprung aufgestiegen. Für die erste Hälfte dieses Jahres waren alle Hauptwirtschaftsindikatoren besser als erwartet. Das BIP stieg um 6,9%. Das Handelsvolumen in Waren nahm um 19,6% zu. Die Devisenreserven erhöhten sich stetig. Es kamen 7,35 Millionen neue Beschäftigte in den Städten und Gemeinden. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin unter 5%. Chinas Wirtschaft wird immer stabiler und nachhaltiger. Mit einem Beitrag von über 30% zum globalen Wachstum in den letzten 5 Jahren spielt China offenbar eine immer wichtigere Rolle als Stabilisator und Motor der Weltwirtschaft, was die weltweite Anerkennung geniesst. Der IWF korrigierte seine Prognose für das Wirtschaftswachstum Chinas schon drei Mal nach oben innerhalb dieses Jahres. Die OECD lobte die strukturellen Reformen Chinas und deren grossen Erfolge.

China setzt auf Reformen und Innovation bei der Entwicklung, hat in den letzten fünf Jahren über 1500 Reformmassnahmen verabschiedet, die alle Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Kultur, Bildung, Gesundheitswesen, Umwelt decken und dem chinesischen Volk spürbare Vorteile mitbringen. Insbesondere erlebt das Wirtschaftwachstum Chinas drei wichtige Veränderungen – erstens von investitions- und exportorientiert hin zu von ausgewogenen Konsum, Investition und Export getrieben, zweitens von der starken Abhängigkeit von dem Sekundärsektor hin zu einem besseren Gleichgewicht aller drei Sektoren mit einem BIP-Beitrag der Dienstleistungsbranche von 54%, drittens von der quantitativen Expansion hin zum qualitativen Wachstum. Ich möchte Ihnen einige Beispiele nennen. Wer in den letzten Jahren schon mal in China war, merkte vielleicht die schnelle Entwicklung der mobilen Bezahlung und ihren Ankurbelnseffekt für die Dienstleistungsbranche. Chinas E-Commerce-Plattform Alibaba verzeichnet den Tagesumsatz von über 17 Milliarden US-Dollar am 11. November beim Singles’ Day-Einkaufenfest, fast doppelt so viel wie der des Black Friday in den USA. Ein weiteres Beispiel: In der als “Smartest City” Chinas rangierte Stadt Hangzhou, wo letztes Jahr der G20-Gipfel stattfand, kann man durch QR-Code-Scannen mit einem Smartphone alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, Eintrittskarten erwerben, in Hotels einchecken, Rechnung fürs Essen zahlen, Einkaufen sowie ins Kino gehen und alle Arten vom Zeug des täglichen Bedarfs mieten. Das obengenannte ist nur die Spitze des Eisbergs. Das grössere Bild dahinter ist der schnelle Fortschritt der Internet- und Big-data Technologien sowie der Servicekonzepte. Chinas Wirtschaft befindet sich in der Phase der Technologie- und Dienstleistungsinnovationen. Der 19. Nationalkongress der KPCh wird am 18. Oktober stattfinden und umfassende, strategische, weitsichtige Leitlinien sowie Konzepte für die zukünftige Entwicklung und Aussenbeziehungen Chinas erstellen, die nicht nur für die sozialistische Modernisierung, Zukunft und Schicksal Chinas von grosser Bedeutung, sondern auch für den Frieden, die Entwicklung und Prosperität der ganzen Welt wichtig sind. Unter der Leitung vom Zentralkomitee der KPCh mit Genossen XI Jinping als dem Kern wird China konsequent die Reformen in allen Bereichen weiter vorantreiben, und mit Durchsetzung der Konzepte für die innovative, koordinierte, grüne, offene und inklusive Entwicklung für das Wohl der 1,3 Milliarden chinesischen Bevölkerung sorgen, gleich auch weiterhin dem Weltwirtschaftswachstum und Wohlstand der Weltbevölkerung neue Chancen bringen sowie neuen Beitrag leisten.

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

als das grösste Entwicklungsland der Welt verfolgt China seit jeher die unabhängige und friedliche Aussenpolitik und Strategie der Öffnung zum Nutzen aller Seiten. China handelt stets als entschlossener Bewahrer, Gestalter und Mitwirkender des Friedens, sowohl regional als auch weltweit. In den vergangenen fünf Jahren besuchte chinesischer Staatspräsident Xi Jinping auf seinen 28 Reisen über 50 Länder auf allen fünf Kontinenten und empfing hunderte ausländische Staatsoberhäupter und Regierungschefs in China. Zur Zeit pflegt China Partnerschaften mit etwa 100 Ländern und regionalen sowie internationalen Organisationen, setzt sich für ein gerechteres Global Governance ein, bietet ständig chinesische Weisheit und Lösungen für die Beilegung der globalen Herausforderungen an, gilt als Stabilisator in den Turbulenzen und spielt immer eine positive Rolle während jeglichen Umwälzungen der Welt. China erfüllt damit im wahrsten Sinne die Verpflichtungen als ein verantwortungsvoller Grossstaat. Im Januar legte Präsident Xi Jinping beim WEF in Davos Chinas Vorschlag zur Aufrechterhaltung und Neuausrichtung der wirtschaftlichen Globalisierung vor. Im Mai veranstaltete China erfolgreich das Belt and Road Forum für Internationale Kooperation, an dem 29 Staatsoberhäupter und Regierungschefs sowie über 1600 Vertreter aus mehr als 140 Ländern und 80 internationalen Organisationen teilnahmen und zusammen über 270 Resultaten rund um die Föderung im Bereich der Politikkonsultation, Konnektivität zwischen Einrichtungen, des ungehinderten Handels, der finanziellen Integration und Mensch-zu-Mensch Verbindung erreichten. Die Belt-and-Road-Initiative dient mit ihrer Eigenschaft von umfassender Konsultation, gemeinsamer Anstrengung und allseitigen Nutzen schon als neue Plattform für internationale Zusammenarbeit, die eine Win-win-Kooperation zur Geltung bringt. Im September fand der BRICS-Gipfel in Xiamen, China statt. Alle teilnehmenden Entwicklungsländer beschlossen, gemeinsam eine breitere und umfassendere strategische Partnerschaft für das zweite «goldene Jahrzehnte» der BRICS-Kooperation schmieden und neuen Beitrag zu dem Frieden und der Entwicklung der Welt leisten.

Die Schweiz ist ein guter Freund und Partner Chinas. Sie gehörte zu den ersten westlichen Ländern, die diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik China aufnahmen. Sie war das erste westliche Land, das China als eine vollständige Marktwirtschaft anerkannte, das erste Land auf dem europäischen Festland, das ein Freihandelsabkommen mit China schloss, und das erste Land, das eine Innovations-Partnerschaft mit China einging. In den letzten Jahren fand ein reger Austausch auf hoher Ebene statt. Chinesischer Staatspräsident Xi Jinping stattete im vergangenen Januar einen erfolgreichen Staatsbesuch in der Schweiz ab. Frau Bundespräsidentin Doris Leuthard und zwei weitere Bundesräte besuchten China. Beide Seiten vertieften das gegenseitige politische Vertrauen und erreichten wichtige und umfassende Konsense über den Ausbau prakmatischer Zusammenarbeit in allen Bereichen. Die sino-swiss Beziehungen sind so gut wie noch nie. China ist nach wie vor der grösste Handelspartner der Schweiz in Asien, und das bilaterale Handelsvolumen im Jahr 2016 erreichte 43 Milliarden US-Dollar. Die China Construction Bank hat ihre Niederlassung in Zürich eröffnet und die Industrial and Commercial Bank of China wird dies ebenfalls bald tun. Die Zürcher Kantonsregierung veranstaltete ihren ersten Empfang für chinesische Unternehmen und wird in Kürze gemeinsam mit der Stadt Zürich die Veranstaltung «Hongkong meets Zurich» ausrichten. Dieses Jahr ist das chinesisch-schweizerische Tourismusjahr. Air China eröffnete im vergangenen Juni seinen Linienflug zwischen Beijing und Zürich. Über eine Million Chinesen pro Jahr besuchten die Schweiz in den letzten drei Jahren, womit China das viertgrösste Herkunftsland der Touristen in der Schweiz bleibt. Dank der gemeinsamen Anstrengungen haben sich der freundliche Austausch und die prakmatische Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz auf alle Bereiche ausgeweitet. Die Zusammenarbeit auf lokaler und auf der Ebene der Partnerstädte und die kulturelle Interaktion haben sich ständig erhöht. Die chinesisch-schweizerische Freundschaft ist tief zwischen beiden Völkern verwurzelt.

Liebe Freunde, heute begrüssen wir auch viele Gäste aus dem Fürstentum Liechtenstein. Seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Liechtenstein entwickeln sich unsere Beziehungen stabil immer weiter, wir haben unseren Austausch sowie Zusammenarbeit auf allen Ebenen ausgebaut. Diese vorbildliche Beziehung steht als gutes Beispiel für die gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Ländern unterschiedlicher Grösse. Liechtensein ist zwar klein, dafür aber ziemlich bekannt in China und ist sehr beliebt unter dem chinesischen Volk. Die fürstlichen Familien besuchten China vielmals, bleiben gute Freunde Chinas. Der bilaterale Handel hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wuchs im Jahr 2016 um 12,7%. Liechtenstein nahm an der World Expo Shanghai teil, zeigte die Sammlung der fürstlichen Schätze in Beijing und Shanghai, und richtete Briefmarkenausstellung in vielen chinesischen Städten aus, die jeweils viel Aufmerksamkeit und Zuspruch fand. China kam als Ehrengastland zur LIGHA, was einen tiefen Eindruck bei den Menschen in Liechtenstein hinterliess. Mittlerweile unterhalten die beiden Länder eine enge Kooperation bei den Vereinten Nationen und in anderen multilateralen Bereichen, und vertiefen so das gegenseitige Vertrauen. Ich bin tief überzeugt, dass die Beziehungen zwischen China und Liechtenstein mit beiderseitigen Anstrengungen eine noch bessere Zukunft haben werden.

Liebe Freunde und Landsleute,

die blühenden Errungenschaften Chinas und die chinesisch-schweizerischen Beziehungen sowie die Beziehungen zwischen China und Liechtenstein sind ohne die Leistungen und Unterstützung der ausländischen Chinesen unvorstellbar. Das Schicksal und Wohlstand ausländischer Chinesen sind eng mit der Entwicklung Chinas verbunden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir den chinesischen Traum und die erhabene Wiederauferstehung der chinesischen Nation unter der Führung der KPCh erzielen werden. Das chinesische Volk ist entschlossen, die Souveränität und territoriale Integrität zu wahren, dabei spielt der Rückhalt und die Unterstützung von Auslandschinesen auch eine wichtige Rolle. Die friedliche Wiedervereinigung unseres Vaterlandes ist der grösste Wunsch des Volkes und ein unaufhaltsamer Verlauf der Geschichte. Das Generalkonsulat in Zürich und für das Fürstentum Liechtenstein dient als Zuhause für alle hier lebenden und studierenden Chinesen. Wir werden weiterhin unser Bestes tun, um ihnen jede mögliche Dienstleistung zu bieten. Ich hoffe, alle anwesenden Gäste können weiter Bemühungen machen, um mehr Beitrag für die Freundschaft zwischen China und der Schweiz sowie zwischen China und Liechtenstein leisten, ich wünsche Ihnen, allen lieben Gästen, viel Erfolg in Ihrem Beruf und viel Glück in Ihrem Leben!

Bevor ich meine Rede abschliesse, möchte ich Ihnen einen Toast vorschlagen:

auf den 68. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China,

auf die gute Zukunft Chinas,

und auf die langlebige Freundschaft zwischen China und der Schweiz sowie zwischen China und Liechtenstein.

Zum Wohl!

Suggest To A Friend:   
Print