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„Ein Gürtel und eine Straße " verbinden den „chinesischen Traum" und den „Welttraum"--Liechtensteinische Zeitung „Wirtschaftregional" veröffentlicht den Artikel der Generalkonsulin MaoJingqiu
2015/04/18
 

Am 18. April veröffentlichte die Liechtensteine Zeitung „Wirtschaftregional" einen Artikel der Generalkonsulin Mao Jingqiu über das Konzept „Ein Gürtel und eine Straße ". Im Folgenden der Artikel im Wortlaut:

Vor mehr als 2000 Jahren erschloss die eurasische Bevölkerung mehrere Wege für Handel und Kulturaustausch zwischen den Zivilisationen in Asien, Europa und Afrika. Später wurde allen diesen Wegen der gemeinsame Name „Seidenstrasse" verliehen. Über die Jahrhunderte wurde der Geist der Seidenstrasse – Friede und Zusammenarbeit, Offenheit und Inklusion, gegenseitiges Lernen und gemeinsamer Nutzen – von Generation zu Generation weitergereicht und damit ein wichtiger Beitrag zum Fortschritt der menschlichen Zivilisation geleistet. Auch im 21. Jahrhundert sind Friede, Entwicklung und globale Zusammenarbeit zentrale Themen. Angesichts der grossen weltwirtschaftlichen Herausforderungen wären die Wiederbelebung und Verbreitung des Geistes der Seidenstrasse besonders wichtig und wertvoll.

Im Jahr 2013 hat der chinesische Staatspräsident Xi Jinping beim Besuch der zentral- und südostasiatischen Staaten das Konzept von China über den gemeinsamen Aufbau eines Wirtschaftsgürtels entlang der Seidenstrasse und einer maritimen Seidenstrasse des 21. Jahrhunderts („Ein Gürtel und eine Strasse") vorgestellt, das viel Aufmerksamkeit bei der internationalen Gemeinschaft hervorgerufen hat.

„Ein Gürtel und eine Strasse" sollen den asiatischen, europäischen und afrikanischen Kontinent durchziehen. Die Länder entlang der Route verfügen über unterschiedliche Ressourcen und können so einander wirtschaftlich gut ergänzen.

Umfassende Zusammenarbeit

Das Potenzial und der Spielraum für Zusammenarbeit sind enorm, vor allem in den folgenden Bereichen:

Politische Kommunikation: Die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen soll intensiviert, die Suche nach gemeinsamen Interessen vertieft und das gegenseitige politische Vertrauen gestärkt werden.

Infrastrukturelle Konnektivität: Basierend auf der Achtung der jeweiligen nationalen Souveränität und Sicherheitsinteressen soll schrittweise ein Infrastrukturnetz geschaffen werden, das verschiedene asiatische Subregionen untereinander sowie diese mit Europa und Afrika verbindet.

Freier Handelsverkehr: Verstärkter Einsatz für Handelserleichterungen sowie die Beseitigung diesbezüglicher Barrieren. China wird sich aktiv mit den Ländern und Gebieten entlang der Route über die Gründung von Freihandelszonen beraten, um den Kuchen möglichst zu vergrössern.

Freier Kapitalverkehr: Zur Stärkung der Zusammenarbeit im Finanzbereich wird der Aufbau von Währungsstabilisierungs-, Investitions-, Kredit- und Finanzierungssystemen in Asien vorangetrieben.

Völkerfreundschaft: Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der Medien, kultureller und wissenschaftlicher Austausch, spezifische Austauschprogramme für Jugendliche und Frauen, sowie mehr internationale Würdigung von Freiwilligenarbeit, um eine solide gesellschaftliche Grundlage für die Vertiefung der bi- und multilateralen Zusammenarbeit zu schaffen.

Breiter Konsens

China treibt das Konzept „Ein Gürtel und eine Strasse" energisch voran. Spitzenvertreter der Regierung haben über 20 Länder besucht und im Zusammenhang mit den bilateralen Beziehungen und der regionalen Entwicklung den Inhalt und die positive Bedeutung des Konzeptes für alle Beteiligten eingehend dargelegt. So konnte ein breiter Konsens über den gemeinsamen Aufbau von „Ein Gürtel und eine Strasse" erzielt werden. Kommunikation und Rücksprache mit den betroffenen Ländern wurden verstärkt, um die Umsetzung von ausgereiften Schlüsselprojekten in den Bereichen Infrastruktur, Investitionen, Ressourcen, Wirtschaft und Handel, Finanzen, Kultur, Umweltschutz und maritime Kooperation voranzutreiben. Überdies hat sich China für die Errichtung der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) eingesetzt und einen Seidenstrassen-Fonds ins Leben gerufen.

Aktuell haben bereits 57 Staaten, einschliesslich der Schweiz, den Willen bekundet, zu den Gründungsstaaten der AIIB zu gehören. Die aktive Teilnahme zahlreicher Länder aus allen Kontinenten an der AIIB belegt die hohe internationale Anerkennung für die Idee der Zusammenarbeit und der daraus resultierenden „Win-Win"-Situation für alle Beteiligten. Die AIIB kann nicht nur den Aufbau der Infrastruktur in Asien fördern, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Reform des internationalen Investitions- und Finanzierungssystems spielen.

Zukunft und gemeinsamer Gewinn

Heute ist die chinesische Wirtschaft in hohem Mass mit der Weltwirtschaft verknüpft. Die Verwirklichung des „Ein Gürtel und eine Strasse"-Konzepts ist für China essentiell, um sowohl die Öffnung nach aussen zu erweitern und zu vertiefen, als auch die Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen mit allen Ländern der Welt zu verbessern. „Ein Gürtel und eine Strasse" soll im wahrsten Sinne den „chinesischen Traum" mit dem „Welttraum" in Einklang bringen.

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind exportorientierte Staaten. Ihre Teilnahme an diesem Konzept wird es ihnen ermöglichen, vermehrt Kooperationspotenzial auszuschöpfen. China wird mit allen Ländern zusammen ein neues Kapitel über den Aufbau von „ein Gürtel und eine Straße" aufschlagen und gemeinsam an den erzielten Früchten teilhaben.

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