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Ansprache der Generalkonsulin Frau Mao Jingqiu am Empfang anlässlich des Frühlingsfestes und des tibetischen Neujahrs
2015/02/07

Sehr geehrte Frau Kantonsratspräsidentin Brigitta Johner,

sehr geehrter Herr Vize-Kantonsratspräsident Rudolf Steiner,

sehr geehrte Frau Gemeinderatspräsidentin Dorothea Frei ,

sehr geehrter Herr Präsident Thomas Wagner,

verehrte Kolleginnen und Kollegen vom konsularischen Korps,

liebe Landsleute,

meine Damen und Herren,

guten Abend! Zunächst heisse ich Sie alle im Namen des Generalkonsulats der VR China in Zürich herzlich willkommen. Das Jahr 2015 ist ein besonderes Jahr, weil in ihm das Frühlingsfest und der Beginn des tibetischen Holz-Schaf Jahres auf den gleichen Tag fallen, nämlich den 19. Februar. Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen gemeinsam das Neujahr zu feiern, welches das wichtigste traditionelle Fest für uns Chinesen ist. In der traditionellen chinesischen Kultur wird das Schaf als ein Symbol für Glück und Frieden angesehen, da das Schriftzeichen “羊” immer in Verbindung mit schönen Worten wie Sanftheit und Glück verwendet wird. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie beste Gesundheit, viel Glück und Erfolg im Jahr des Schafes! Zha Xi De Le!

Das vergangene Jahr 2014 ist ein aussergewöhnliches Jahr für uns Chinesen und für die weitere Entwicklung Chinas. Manche sagen, 2014 war ein Schlüsseljahr im Kampf gegen die Korruption, ein Jahr der Rechtstaatlichkeit, oder auch ein Jahr der Reformen. Persönlich zusammengefasst jedoch würde ich es ein Jahr nennen, in dem wir der Verwirklichung des chinesischen Traums einen wichtigen Schritt näher gekommen sind. Wir haben tatsächlich erhebliche Fortschritte in Schlüsselbereichen wie der Korruptionsbekämpfung, der Rechtsstaatlichkeit und anderen mehr erzielt. Gleichzeitig schritt die chinesische Wirtschaftsentwicklung kontinuierlich und auf gesunder Basis voran. Das Bruttoinlandprodukt Chinas im letzten Jahr betrug mehr als 63,6 Billionen RMB, etwa 9 Billionen CHF. Mit seinem BIP-Zuwachs von 7,4% bleibt China weiterhin ein wichtiger Motor und Stabilisator der Weltwirtschaft. An manchen Stellen wurde die Sorge geäussert, dass sich Chinas Wirtschaftsaussichten verschlechtert haben, weil das Wachstum von 7,4 Prozent das tiefste seit 24 Jahren ist. Tatsächlich befindet sich Chinas Wirtschaft in einer Umwandlungsphase, in der sich die Wachstumsgeschwindigkeit etwas reduziert, die Wirtschaftsstruktur hingegen optimiert und modernisiert wird. Nach einem kalten Winter blühen die Pflaumen besser, sagt man bei uns. Chinas Wirtschaft wird sich künftig zweifellos besser entwickeln, nachdem sie die Phase des Abwärtsdrucks durchlebt hat. Die wirtschaftliche Transformation und Modernisierung gehen dabei unvermindert weiter.

Meine Damen und Herren!

Das Jahr 2014 war auch ein bedeutendes Jahr für die Entwicklung der tibetischen Gebiete. Das Bruttoinlandprodukt des Autonomen Gebiets Tibet betrug im vergangenen Jahr 92,5 Milliarden RMB, etwa 13 Milliarden CHF, was einem Wachstum von 12 Prozent entspricht. Das Pro-Kopf-Jahreseinkommen der Bauern und Hirten in Tibet erreichte 7,471 RMB, ein Zuwachs von 14%. Im August letzten Jahres wurde die neue Bahnstrecke zwischen Lhasa und Shigatse in Betrieb genommen, womit die eisenbahnlose Zeit im Südwesten Tibets zu Ende gegangen ist. Im November letzten Jahres ist das erste Riesen-Wasserkraftwerk Zangmu nach achtjähriger Bauarbeit mit einer Gesamtinvestition von 9,6 Milliarden Yuan (rund 1,3 Milliarden CHF) in Tibet in Betrieb genommen worden, was den Strommangel in der zentralen Region Tibets deutlich verringern wird. Derzeit erlebt die Wirtschaft in Tibet und den anderen von Tibetern bewohnten Gebieten in den Provinzen Sichuan, Yunnan, Gansu und Qinghai eine markante Entwicklung. Der Lebensstandard der Menschen verbessert sich kontinuierlich, die traditionelle Kultur wird geschützt und gefördert, und die Religions- und Glaubensfreiheit wird vollumfänglich respektiert. Wir haben viele Gründe, davon auszugehen, dass Tibet und die anderen von Tibetern bewohnten Gebiete einer positiven Zukunft entgegenblicken.

Meine Damen und Herren! Liebe Freunde!

Im vergangenen Jahr haben die Beziehungen zwischen China und der Schweiz weiterhin eine gute Entwicklungstendenz aufgewiesen. Das am 1. Juli in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz ist zu einem Meilenstein in der Geschichte der bilateralen Beziehungen geworden. Laut Statistik betrug das bilaterale Handelsvolumen bis November des letzten Jahres 38,86 Milliarden USD, wobei die Wirtschafts- und Handelsstrukturen augenfällig verbessert worden sind. Im letzten Juli haben die chinesische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank ein bilaterales Währungs-Swap-Abkommen unterzeichnet, welches einen wichtigen Schritt für die Zusammenarbeit beider Ländern im Finanz- und Währungsbereich darstellt. Besonders erwähnenswert ist der kürzliche Arbeitsbesuch von Herrn Premierminister Li Keqiang. Beim Treffen mit dem schweizerischen Bundespräsidenten haben sich beide Seiten vertieft über die Umsetzung des Freihandelsabkommens, die Verstärkung der Finanzzusammenarbeit, gemeinsame Veranstaltungen zur Feier des 65-jährigen Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen und anderes mehr ausgetauscht. Dabei wurde eine Reihe von wichtigen Ergebnissen erzielt. Die Praxis hat bewiesen, dass die Freundschaft zwischen China und der Schweiz den grundlegenden Interessen beider Seiten entspricht. Wir wollen gemeinsam mit unseren schweizerischen Freunden im Sinne des gegenseitigen Respekts und des beiderseitigen Vorteils noch intensiver zusammenarbeiten, um das Niveau der bestehenden guten Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern auf eine neue Stufe zu heben.

Meine Damen und Herren! Liebe Freunde!

Im vergangenen Jahr haben die Chinesen, einschliesslich unserer tibetischen Landsleute, die in der Schweiz leben und arbeiten bzw. studieren, mit grosser Aufmerksamkeit die Entwicklung des Heimatlandes verfolgt und sich auf verschiedene Art und Weise für die Förderung des Verständnisses und der Freundschaft zwischen den Menschen in unseren beiden Ländern eingesetzt. Hiermit möchte ich Ihnen meine Hochachtung und Dankbarkeit aussprechen. Das chinesische Generalkonsulat wird im neuen Jahr weiterhin bemüht sein, unseren Landsleuten und unseren ausländischen Freunden bestmögliche Dienstleistungen zu bieten.

Meine Damen und Herren!

Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir ein paar chinesische Künstler aus der Schweiz und Deutschland für unsere heutige Veranstaltung gewinnen konnten. Sie werden unserem Empfang mit vielfältigen Gesangs- und Tanzdarbietungen eine ganz besondere Note verleihen.

Zum Schluss wünsche ich Ihnen viel Glück und alles Gute im neuen Jahr! Und natürlich allen einen angenehmen Abend!

Vielen Dank.

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