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Rede von Herrn Generalkonsul Liang Jianquan am Empfang anlässlich des Schattentheaters „Der Bär und die Nadel" im Appenzellhaus in Zürich
2013/09/23
 

Sehr geehrter Herr Regierungsrat Markus Kägi,

sehr geehrter Herr Regierungsrat Jakob Brunnschweiler,

Sehr geehrter Herr alt Nationalrat Arthur Loepfe,

sehr geehrter Herr Dr. Thomas Wagner,

sehr geehrter Herr Stiftungspräsident Ernst Hohl,

sehr geehrter Herr Direktor Ma Yili,

meine Damen und Herren!

Es ist mir eine große Freude, heute Abend im Haus Appenzell mit Ihnen gemeinsam einen interkulturellen Abend besonderer Art zu geniessen. Zunächst möchte ich Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen, das nicht eine Selbstverständlichkeit ist, auch in Namen von der Ernst Hohl-Kulturstiftung und der Vertretung des staatlichen Amtes für Tourismus der VR China in Zürich ganz herzlich danken.

Wie Sie ja bereits informiert sind, feiern die beiden Appenzeller Kantone in diesem Jahr das 500-Jahr-Jubiläum der gemeinsamen Aufnahme des Landes Appenzell in die Alte Eidgenossenschaft. Dass dieses wichtige Ereignis in der schweizerischen Geschichte in der Schweiz und inbesondere in den beiden Appenzeller Kantonen richtig gefeiert wird, ist selbstverständlich. Aber dass die chinesischen Künstler an der Feierlichkeiten mitwirken dürfen, ist nicht eine Selbstverständlichkeit. Was wir heute abend erleben, ist in der Tat eine einzigartige und faszinierende Kombination aus den traditionellen Kulturen unserer beiden Ländern, in der die 500 jährige Geschichte und Sagenwelt des Appenzeller Landes zum Leben erweckt und der Ost und West, Tradition und Moderne auf wunderbare Weise verbunden wird. Durch das Schattentheater „Der Bär und die Nadel" sowie die gleichzeitig stattfindende Ausstellung „Mosaik der anderen Art" werden wir ein beeindruckendes Bild sowohl über die Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede der beiden voneinander weit enrtferten Kulturen bekommen.

Meine Damen und Herren,

wie Sie wissen, ist China wie die Schweiz ein Land mit vielfältiger Kultur und reichhaltiger Volkskunst. Das Schattentheater ist als Sonderform des Puppentheaters ein bedeutender Teil der Chinesischen Volkskunst mit traditionellen Eigenheiten und zugleich eine nationale Ausprägung der Kunstform Schattenspiel. Bei ihm spielen die Volkskünstler hinter dem weißen Vorhang mit ihren Puppenfiguren verschiedene Rollen. Die transparenten, zweidimensionalen Figuren werden vor einer Lichtquelle dicht hinter dem Schirm bewegt, wodurch deren Umrisse auf die Oberfläche projiziert werden. Das chinesische Schattentheater ist in China weit verbreitet und stammt ursprünglich aus der Han-Dynastie, also vor mehr als 2000 Jahren. Es wird von vielen als Vorläufer des modernen Films betrachtet und ist in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Welt aufgenommen worden. Besonders auf dem Land ist diese Volkskunst in China heute sehr beliebt.

Meine Damen und Herren!

Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir die professionellen Schattspieler aus Laoting, der Provinz Hebei, heute abend bewundern können. Im Bereich des Schattentheaters hat sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl regionaler Stile herausgebildet, dazu gehört das Laotinger Schattentheater einem der bekanntesten Zweig in China. Für Ihr Auftreten möchte ich ihnen ganz herzlich danken.

Mein aufrichtiger Dank gilt auch den schweizerischen Künstlern, die, wie ich bereits festgestellen konnte, mit ihren chinesischen Kollegen auf wunderbarer Art und Weise gemeinsam die Multimedia-Performance „Der Bär und die Nadel" ermöglichen.

Meine Damen und Herren,

Dass wir den heutigen Abend erleben können, ist unser grosses Glück. Dieser niverauvolle inoffizielle Kulturaustausch zwischen China und der Schweiz, der einen nicht unwichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leistet, ist vor allem auf das jahrelange unermüdliche und professionelle Engagement von dem Stiftungsratspräsidenten Herrn Ernst Hohl und Frau Yu Hao zurückzuführen. Ihnen, lieber Herr Präsident Hohl und Frau Yu Hao, sowie all Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hinter den Kulissen für einen reibunslosen Verlauf der Veranstaltung sorgen, möchte ich bei dieser Gelegenheit aufrichtig Dank sagen!

Meine Damen und Herren!

Nicht zuletzt möchte ich dem Direktor der Vertretung des Fremdenverkehrsamts der VR in Zürich, Herrn Ma Yili, und seinem Mitarbeiter für die aktive Mitwirkung an dem heutigen Abend danken.

Zum Schluss wünsche ich dem Schattentheater „Der Bär und die Nadel" sowie der Ausstellung „Mosaik der anderen Art" grosse Beachtung und viel Erfolg. Ihnen allen, meine Damen und Herren, wünsche ich einen angenehmen und eindrucksvollen Abend.

Vielen Dank!

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