赵清华总领事发表评论文章:《多边主义和全球化是时代潮流,需要共同捍卫》
2019/07/01
 

  2019年6月27日,列支敦士登公国主流媒体《人民报》在经济版刊登赵清华总领事署名文章《多边主义和全球化是时代潮流,需要共同捍卫》。全文如下:

  近期,中美经贸磋商受挫引发国际社会广泛关注。列支敦士登公国和瑞士的许多朋友对此表示了担忧,认为这将对包括列支敦士登、瑞士在内的全球经济带来负面影响。1979年中美两国建交以来,抓住经济全球化的历史机遇,充分发挥经济互补优势,推动双边经贸合作实现从无到有、从小到大、从单一到多元的发展,货物贸易额从40年前的25亿美元,增长到2018年的6335亿美元。中美经贸合作达到前所未有的深度和广度,不仅为两国和两国人民带来实实在在的利益,而且惠及各国,为世界经济的繁荣与稳定做出了贡献。

  美国新一届政府上任以来,罔顾中美经贸合作互利共赢的本质,以贸易逆差为借口,挑起经贸摩擦。事实上,根据中美两国商务部开展的联合研究,美方统计的对华货物贸易数据长期被高估,2015年被高估21%,如考虑中国对美货物贸易顺差近53%来自加工贸易、美对华服务贸易顺差达873亿美元等因素,2018年美对华贸易逆差总额应调减为1536亿美元,而不是美方宣称的5000多亿美元。据瑞士商报报道,美国雪城大学和加利福尼亚大学的经济学家研究表明,一部生产成本237.55美元的iPhone 7手机,美企占68.70美元、日企占68.30美元,中国大陆的组装企业只占区区8.46美元,但整机生产价值(237.55美元)却全都记为从中国的进口额。

  中美双边贸易中,顺差在中国,利益在双方,所谓美方“吃亏”论站不住脚。美中贸易全国委员会发布的《2019年各州对华出口报告》指出,2009年至2018年10年间,美国对华出口支撑了超过110万个美就业岗位。牛津研究院估计,美国自中国进口低价商品在2015年帮助美降低消费物价水平1%至1.5%。美国商务部研究显示,美就业岗位流失的情况在北美自由贸易协定生效和中国加入世贸组织之前就已出现,说明贸易逆差与经济、就业不存在必然联系。

  针对美国政府单方面发起的经贸摩擦,中国始终坚持通过对话协商解决争议的基本立场,与美国开展了多轮经贸磋商,就大部分内容达成了共识,但同时也经历了几次波折,而每次波折都源于美国的违背共识、出尔反尔、不讲诚信。2018年2月,中美双方就扩大自美国进口农产品、能源产品等初步达成共识,但美国政府随后抛出所谓“301调查”报告,对中国提出“盗窃知识产权”“强制技术转让”等不实指责,并宣称将对从中国进口的500亿美元商品加征25%关税。2019年4月,两国就大部分问题达成一致,但美国政府采取霸凌主义态度和极限施压手段,坚持不合理的高要价,坚持不取消经贸摩擦以来加征的关税,坚持在协议中写入涉及中国主权事务的强制性要求。

  大量事实和研究结果表明,美国单方面挑起的贸易摩擦并没有给美国带来所谓的“再次伟大”。美国智库“贸易伙伴”的研究报告显示,如美国对所有中国输美商品加征25%的关税,美国内生产总值将减少1.01%,就业岗位将减少216万个。另据美方统计显示,2018年美国34个州对华出口下降,其中24个州降幅达两位数,中西部农业州受损最为严重。中美经贸摩擦带来的不确定性还使两国企业对开展合作持观望态度。

  二战以后,以联合国、世界银行、国际货币基金组织和关贸总协定为开端,经过不断完善,逐步建立了一些全球政治经济治理机制,为全球GDP从1995年30.85万亿美元增长到2017年的81万亿美元提供了一定的制度保障。1995年成立的世界贸易组织作为最重要的多边贸易体制,历经长期艰辛的谈判磋商,成员国逐步就农业、非农、服务、贸易与发展、贸易规则、贸易与环境、知识产权等方面问题达成共识,包括中国、美国、列支敦士登在内的各国均分享到经济全球化的好处。在当今全球产业链中,各国充分发挥各自在技术、劳动力、资本等方面的比较优势,加强分工与协作,从中获益并实现共赢。比如,2016年列支敦士登外贸进出口总额为53.35亿瑞郎,占本国GDP的87.1%。又如,iPhone手机的运动传感器、电池、闪存、芯片、陀螺仪分别由德国、中国、日本、美国、荷兰和瑞士企业等生产,最后在中国大陆组装,其制造是全球化多元智慧集成的典型例子。

  遗憾的是,美依据国内法发起一系列单边调查,以加征关税等手段相威胁,频频挑起与中国等贸易伙伴的经贸摩擦,其贸易霸凌行径严重违反世界贸易组织最基本最核心的最惠国待遇、关税约束等规则,不仅损害中国和其他成员利益,更损害了世界贸易组织及其争端解决机制的权威性,使多边体系和国际贸易秩序面临险境。美国挑起贸易摩擦,直接受害的将是开展国际贸易的众多跨国公司,加征关税导致供应链成本人为增加,产业链和价值链稳定性和安全性受到影响,部分企业被迫调整全球布局,全球资源无法实现最佳配置,这将给全球经济复苏带来严峻挑战,给经济全球化造成重大威胁。如若放任这种做法,或许大国依靠国内广阔的市场尚有周旋折冲的余地,而小国和内陆国家可能沦为最大最直接的受害者。世界贸易组织将2019年全球贸易增长速度由3.7%下调至2.6%,国际货币基金组织也将2019年全球经济增长预期从3.6%下调到3.3%。

  对于贸易战,中国不愿打、不怕打、必要时不得不打。我们有信心、有决心、有能力应对各种风险挑战。这种信心既来自于适合自身国情的发展道路和制度、近14亿勤劳智慧、众志成城的中国人民及其蕴含的市场优势、5000多年悠久灿烂的中华文明、中国改革开放40年在经济、科教、产业、金融等领域的丰厚积淀和经济韧性等,也来自于国际上不断扩大的知华友华“朋友圈”及一切反对保护主义、单边主义和霸权主义力量的信任与支持。

  我就任中国驻苏黎世兼驻列支敦公国总领事一年多来,曾多次参访列支敦士登,深感列政通人和,经济发达,人民善良友好与务实。尤其让我赞赏的是,列善于发挥优势,把握历史机遇,积极参与中国改革开放,表现出卓越的远见与智慧。两国人文交流密切,列参加2010年上海世博会,在华举办王室珍品展和邮票巡展,列国家博物馆举办中国漆器、绘画等艺术展。2014年生效的中瑞(士)自贸协定自动适用于中列间的货物贸易,2017年中列贸易额同比增长了16%,喜利得、优曲克、欧瑞康巴尔查斯等企业在华业务不断拓展。两国在联合国等多边事务中保持了良好的沟通协作。可以说,中列关系处于历史最好时期,是大小国家平等合作的典范。

  我相信,人类劳动和智慧创造的财富“蛋糕”是不断扩大的,而不只是既有财富的再分配,地球村上的每个人每个家庭每个国家都有权利和机会通过勤劳奋斗更加富有幸福地生活、更加美好和谐地相处。在纷繁复杂的国际形势下,中国与列支敦士登同为联合国和世贸组织成员,都认为经济全球化是不可阻挡的时代潮流,都坚持市场开放、自由贸易和多边主义。中国愿同包括列支敦士登、美国在内的其他国家一道,相互尊重,平等协商,坚定不移维护开放、透明、包容、非歧视的多边贸易体制,积极推动全球治理体系改革,以对话解决争端,以文明互鉴超越文明冲突,携手应对气候变化、食物安全、资源短缺、环境污染、人口老龄化等人类发展面临的一系列严峻挑战,共同推动构建人类命运共同体。

  德语全文如下:

  Multilateralismus und Globalisierung sind Tendenzen der Zeit, die es gemeinsam zu schützen giltützen gilt

In letzter Zeit hat das Scheitern der Handelsgespräche zwischen China und den USA international große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Zahlreiche Freunde aus Liechtenstein und der Schweiz haben darüber ihre Besorgnis ausgedrückt, da dieses ihrer Meinung nach für die Weltwirtschaft und damit auch für Liechtenstein und die Schweiz negative Auswirkungen haben könnte. 

Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und den USA 1979 konnten historische Chancen der Globalisierung ergriffen, die Vorteile aus einer gegenseitigen Ergänzung der Wirtschaft in vollem Maße ausgespielt und so die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Seiten aufgebaut, vergrössert und immer weiter vervielfältigt werden. Das Warenhandelsvolumen stieg von 2.5 Mrd. US-Dollar vor vierzig Jahren auf 633.5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und den USA erreichte ein nie da gewesenes Ausmaß, was nicht nur der Bevölkerung beider Länder viele reale Vorteile brachte, sondern sie leistete auch einen wesentlichen Beitrag für die Prosperität und die Stabilität der Weltwirtschaft.

Die neue US-amerikanische Regierung scheint kein Interesse für den Wert des gemeinsamen Vorteils zu haben, auf welchem bisher die chinesisch-amerikanische Handelsbeziehung beruhten, und begann mit der Fiktion des Handelsdefizits einen Handelsstreit. Betrachtet man jedoch die Fakten, so zeigt eine gemeinsame Studie der Handelsministerien Chinas und der USA, dass die USA die statistischen Zahlen bezüglich des Warenhandels seit Längerem überschätzt, im Jahr 2015 gar um 21 %. Wenn man gewisse Faktoren berücksichtigt, dass etwa 53 % des Warenhandelsbilanzüberschusses Chinas gegenüber den USA aus Lohnveredelung stammt und die USA gegenüber China bei den Dienstleistungen einen Handelsüberschuss von 87.3 Mrd. US-Dollar aufweisen, dann beträgt 2018 das Handelsdefizit der USA gegenüber China lediglich 153.6 Mrd. US-Dollar, und nicht wie behauptet 500 Mrd. US-Dollar. Gemäss einem Bericht der schweizerischen Handelszeitung zeigte eine wirtschaftswissenschaftliche Studie der US-amerikanischen Syracuse University und der University of California, dass für ein iPhone 7 mit Produktionskosten von 237.55 US-Dollar die USA 68.7 US-Dollar, Japan 68.3 US-Dollar, die chinesische Montagefirma aber nur 8.46 US-Dollar beitragen, dass aber die gesamten Produktionskosten von 237.55 US-Dollar auf Chinas Importquote angerechnet werden.

Beim bilateralen Handel zwischen China und den USA liegt der Überschuss auf Seiten Chinas, der Gewinn jedoch auf beiden Seiten. Aus diesem Grund ist die Behauptung die USA seien im Nachteil haltlos. Das US-China Business Council zeigte in seinem Bericht über die Exporte der einzelnen Bundesstaaten nach China im Jahr 2019, dass die US-amerikanischen Exporte nach China in den Jahren von 2009 bis 2018 für mehr als 1.1 Mio. Personen eine Arbeitsstelle boten. Ferner schätzt eine Studie aus Oxford, dass im Jahr 2015 durch den Import von günstigen Produkten aus China das Preisniveau des US-amerikanischen Konsums um 1-1.5 % gesenkt werden konnte. Schliesslich zeigt eine Studie des Handelsministeriums der Vereinigten Staaten, dass der Verlust von Arbeitsplätzen in den USA bereits vor dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen und dem Beitritt Chinas zur WTO begann, was darauf hinweist, dass das Handelsbilanzdefizit nichts mit der allgemeinen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt zu tun hat. 

Beim von der US-Regierung einseitig begonnen Handelsstreit hielt China stets daran fest, durch Gespräche die grundlegenden Streitpunkte zu klären. In mehreren Verhandlungsrunden konnte in den meisten Punkten ein Konsens hergestellt werden. Gleichzeitig kam es jedoch mehrmals zu unerwarteten Wendungen. Diese Wendungen kamen jeweils daher, dass die USA dem Konsens zuwiderhandelten, sich in Widersprüche verstrickten und unwahre Aussagen machten. Im Februar 2018 konnten sich China und die USA in einem ersten Konsens auf eine Ausweitung der Importe von US-amerikanischen Agrar- und Energieprodukten einigen. Die US-Regierung publizierte danach aber den sogenannte „Special 301 Report“ und erhob unhaltbare Vorwürfe gegen China wie „Diebstahl von geistigem Eigentum“ und „Erzwungener Technologietransfers“ und kündigte an, auf aus China importierte Waren im Wert von 50 Mrd. US-Dollar Zölle von 25 % aufzuschlagen. Im April 2019 erreichten beide Länder einen Konsens in den meisten Punkten, aber die US-Regierung setzte auf Schikane und starken Druck, stellte weitere unberechtigte hohe Forderungen, weigerte sich, die seit dem Handelsstreit angehobenen Zölle aufzuheben und stellte bei den Verhandlungen Zwangsforderungen bezüglich Chinas Souveränität. 

Zahlreiche Fakten und Studien belegen, dass der von den USA ausgelöste Handelsstreit die USA mitnichten „wieder gross“ mache. Der Forschungsbericht des Think Tanks „Trade Partnership“ weist auf, dass bei einer Erhöhung der Zölle um 25 % auf alle aus China in die USA importierten Güter das BIP um 1.01 % sinken würde und 2.16 Mio. Arbeitsplätze verloren gingen. Amerikanische Statistiken zeigen zudem, dass 2018 die Exporte nach China in sämtlichen Bundesstaaten gesunken sind, in 24 Bundesstaaten sogar um einen zweistelligen Bereich, wobei die landwirtschaftlichen Bundesstaaten im mittleren Westen am stärksten betroffen waren. Die durch den Handelsstreit hervorgerufene Ungewissheit führt ausserdem dazu, dass Firmen beider Länder zögerlich sind mit neuen Kooperationen und Investitionen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden, beginnend mit den Vereinten Nationen, der Weltbank, dem IMF und dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) zunehmend Mechanismen geschaffen, welche die weltweite Wirtschaftspolitik steuerten. Sie legten die Basis für die Steigerung des weltweiten BIP von 30.85 Billionen US-Dollar im Jahr 1995 auf 81 Billionen in 2017. Die 1995 gegründete WTO hat sich dabei als wichtigste Institution des multilateralen Handels herauskristallisiert. Durch die Erfahrung aus langen Verhandlungen konnten die Mitgliedstaaten allmählich in verschiedensten Bereichen wie der Landwirtschaft, der Nicht-Landwirtschaft, Dienstleistungen, in Handelsregularien sowie geistigem Eigentum einen Konsens erreichen und hiermit allen Ländern, darunter neben China und den USA auch Liechtenstein, einen Anteil an den Vorteilen der wirtschaftlichen Globalisierung geben. In der gegenwärtigen globalen Produktionskette können alle Länder ihre komparativen Kostenvorteile in Bezug auf Technik, Arbeitskraft, Kapital etc. ausspielen, die Arbeitsteilung und Kooperation verstärken sowie daraus Vorteile und gemeinsamen Gewinn ziehen. So betrug beispielsweise der Gesamtbetrag des liechtensteinischen Import-Exports im Jahr 2016 5.335 Mrd. Franken. Das sind 87.1 % des BIPs. Oder auch das iPhone, dessen Bewegungssensoren, Akku, Flash-Speicher, Chip und Gyroskop getrennt voneinander von Firmen in Deutschland, China, Japan, den USA, Holland und der Schweiz hergestellt und zuletzt in China zusammengesetzt werden. Seine Herstellung ist ein klassisches Beispiel für eine global und multilateral ausgelegte Kompetenz. 

Es ist deshalb umso bedauernswerter, wenn die USA auf der Basis von innerstaatlichem Recht eine Reihe von unilateralen Berichten vorlegen, um mit Massnahmen wie Zollanhebungen zu drohen und wiederholt mit China und anderen Handelspartnern einen Handelsstreit zu beginnen. Dieses Verhalten verstösst gegen die grundlegendsten und zentralsten Prinzipien der WTO wie das Meistbegünstigungsprinzip und die Masshaltung bei Zöllen. Es schadet damit nicht nur den Gewinnen Chinas und denen der anderen Mitglieder, sondern vor allem auch der Autorität der WTO und ihren Schlichtungsmechanismen, was dazu führt, dass das multilaterale System und die Weltwirtschaftsordnung in eine Schieflage geraten. Durch den von den USA einseitig ausgelösten Handelsstreit sind zahlreiche internationale Handelsfirmen direkt betroffen und eine Anhebung der Zölle führt dazu, dass die Kosten in der Zulieferkette steigen und die Stabilität und Sicherheit der Produktions- und Wertschöpfungskette gefährdet werden. Wenn ein solches Verhalten Schule machen wird, dann können sich zwar grosse Länder auf den einheimischen Markt stützen und so das Problem einigermaßen umgehen, kleine Länder aber und landumschlossene Länder werden voraussichtlich die am meisten und am direktesten betroffen sein. Die WTO senkte das erwartete globale Wachstum für 2019 von 3.7 % auf 2.6 %. Der IMF senkte das erwartete Wirtschaftswachstum von 2019 von 3.6 % auf 3.3 %. 

China will keinen Handelskrieg führen, fürchtet sich aber auch nicht, einen solchen zu führen, wenn es dazu gezwungen wird. Wir sind überzeugt, entschlossen und wir sind in der Lage alle Arten von Herausforderungen zu meistern. Dieses Vertrauen kommt von unserem bisherigen Weg und unserem System, welches zu den Gegebenheiten unseres Landes passt. Es kommt von den 1.4 Mrd. Chinesinnen und Chinesen mit ihrem Fleiss, ihrer Klugheit und ihrer Verbundenheit sowie dem hierin enthaltenen Marktpotenzial. Es gründet sich auf eine mehr als 5000-jährigen chinesische Zivilisation. Dieses Vertrauen kommt aus den reichen Erfahrungen und der Widerstandsfähigkeit unserer Wirtschaft durch 40-jährige Reform- und Öffnungspolitik und es kommt schliesslich auch von der Teilhabe und der Unterstützung des sich stets ausweitenden internationalen „Freundeskreises“, mit dem China freundschaftlich verbunden ist, und der jegliche protektionistischen und unilateralistischen Kräfte ablehnt.

Seit ich vor mehr als einem Jahr die Position als chinesischer Generalkonsul in Zürich und für Liechtenstein eingenommen habe, konnte ich viele Male nach Liechtenstein reisen und die politische und gesellschaftliche Situation Liechtensteins erfahren ebenso wie die sich dynamisch entwickelte Wirtschaft, die Aufrichtigkeit, Freundlichkeit und den Pragmatismus der Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner. Besonders bewundernswert finde ich, wie es Liechtenstein versteht, seine Stärken geschickt einzusetzen um so historische Chancen ergreifen zu können. An seiner aktiven Teilnahme an Chinas Reform und Öffnung zeigt sich Liechtensteins ausgezeichnete Weitsicht und Klugheit. Liechtenstein nahm an der Shanghai World Expo 2010 teil und steht beispielsweise durch die Ausstellung der Fürstlichen Sammlung oder die Wanderausstellung seiner Briefmarken in regem kulturellen Austausch mit China. Gleichzeitig zeigte das Landesmuseum verschiedene Ausstellungen zu chinesischen Lackwaren und chinesischer Malerei. Das 2014 in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz kommt auch auf den Handel zwischen China und Liechtenstein zur Anwendung. 2017 hat das Handelsvolumen zwischen Liechtenstein und China eine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum um 16 % erlebt, gleichzeitig bauen Unternehmen wie Hilti, Neutrik und Oerlikon Balzers ihr Geschäft in China weiter aus. Beide Länder pflegen einen ausgezeichneten Austausch in den Vereinten Nationen und auch bei anderen Gelegenheiten. Man kann sagen, dass sich die chinesisch-liechtensteinische Beziehungen auf einem historischen Hoch befindet und als ein Modell für die friedliche Zusammenarbeit zwischen einem grossen und einem kleinen Land dienen können.

Ich bin überzeugt, dass Wohlstand, welcher durch die Arbeit von Menschen und durch intelligente Produktion geschaffen wird, sich immer weiter ausdehnt und zwar nicht nur durch eine Redistribution des Reichtums, sondern auch dadurch, dass im globalen Dorf jede Person, jede Familie und jedes Land das Recht und die Möglichkeit hat, sich mit Anstrengung ein besseres, wohlhabenderes Leben zu erarbeiten und gut und harmonisch miteinander auszukommen. Vor einer komplexen und schwierigen Lage der Welt denken China und Liechtenstein als Mitglieder der Vereinigten Nationen und der WTO, dass die Globalisierung und die globalisierte Wertschöpfungskette nicht aufzuhaltende Tendenzen der Zeit sind und beide halten an der Öffnung der Märkte, dem Freihandel und dem Multilateralismus fest. China wünscht sich mit allen Ländern, Liechtenstein und die USA eingeschlossen, ein multilaterales Handelssystem des gemeinsamen Respekts und der Gespräche auf einer gleichberechtigten Basis, welche die immer weitergehende Öffnung schützt, transparent, nachsichtig und nicht diskriminierend ist. China setzt sich ein für die Reform der globalen Ordnungspolitik, damit Dissens in Gesprächen beigelegt werden kann, Zivilisationen voneinander lernen und so Konflikte überwunden werden können. So können wir Hand in Hand die grossen Herausforderungen des Fortschritts der Menschheit wie Klimawandel, Nahrungssicherheit, Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und demographischen Wandel meistern und eine friedliche Schicksalsgemeinschaft der Menschheit bilden.

推荐给朋友:   
全文打印       打印文字稿